Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar übt Kritik an der fehlenden gesetzlichen Regelung zur Meldepflicht von Datenpannen bei Behörden und Verwaltung. Während Unternehmen beim Verlust personenbezogener Daten die Karten auf den Tisch legen müssen, können Behörden Datenpannen vertuschen - was mehr oder weniger gut gelingt. Schaar fordert eine Gleichberechtigung zwischen Unternehmen und Behörden, mahnt den erzieherischen Charakter dieser Meldepflicht auch für Behörden an.
ELENA - der elektronische Entgeltnachweis - sorgte in der Vergangenheit für viel Aufregung. Doch jetzt scheint das Ende besiegelt. Das Verfahren soll eingestellt, die gesammelten Daten gelöscht werden. Das Ende von ELENA.
Der hessische Datenschutzbeauftragte ist seit dem 01.07.2011 auch für Unternehmen zuständig. Diese will er nun verstärkt kontrollieren und Verstöße mit Bußgeldern bestrafen. Jedoch fordert er auch eine Eigenverantwortung und einen bedachten Umgang mit den eigenen Daten von den Verbrauchern selbst ein.
Studie zu Datenschutz im Internet der BITKOM offenbart extrem gegensätzliche Sicht- und Handlungsweisen der Nutzer. Jeder Siebte verzichtet auf Datenschutzmaßnahmen, jeder Sechste macht keine Online-Geschäfte aufgrund des Risikos. Nur jeder Zweite fühlt sich ausreichend informiert zu Datenschutz und Datensicherheit im Internet und was er selbst dafür tun kann.
Vor kurzem ging es durch die Presse: die US-Großbank Citigroup wurde gehackt und die Daten von ca. 360.000 Kreditkartenkunden entwendet. Nun meldet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf interne Kreise, daß ungefähr 3.400 betroffene Kreditkarteninhaber einen Schaden in Höhe von 2,7 Millionen US-Dollar durch den Mißbrauch der entwendeten Daten erlitten haben.
Kfz-Steuerpflichtige Bürger in Baden-Württemberg trauten ihren Augen nicht. Der Abbuchungstext der fälligen Kfz-Steuer auf dem Kontoauszug enthielt neben den üblichen Angaben wie Namen des Steuerpflichtigen, Kfz-Kennzeichen und Steuersumme noch weitere Details parat: Angaben zu Steuernummern und Umsatzsteuer anderer Bürger und Unternehmen sowie zur Religionszugehörigkeit.
Im April letzten Jahres hat der Hamburger Landesdatenschutzbeauftragte Johannes Caspar verstärkte Datenschutzkontrollen bei Unternehmen angekündigt und dies auch in die Tat umgesetzt. Über 700 Unternehmen aus den Bereichen Spedition, Immobilien, Arbeitsvermittlung, Pflegedienste und Arztpraxen standen auf der Prüfliste. Die Ergebnisse einer ersten Befragung liegen nun vor.
Der Blogger ixiter (im realen Leben Peter Liebetrau) hat in seinem lesenwerten Blog zu rund um das Web und das Leben zur Blogparade aufgerufen, Thema: Wie hälst Du es mit dem Datenschutz. Blogger sind augerufen, sich zum Thema Datenschutz auf dem eigenen Blog Gedanken zu machen und an der Blogparade teilzunehmen. Hier der Beitrag zum Thema von a.s.k. Datenschutz, Sascha Kuhrau.
Sony, Facebook und jetzt Neckermann - bekannte Marken kämpfen mit Datenpannen. Parallel dazu liefert eine Umfrage von TNS-Emnid im Auftrag von PwC ein umso erstaunlicheres Ergebnis: Deutsche Unternehmen pfeifen auf Datenschutz.
Datenpanne: 1,2 Millionen Daten von Gewinnspielteilnehmern bei neckarmann.de GmbH geklaut. Betroffen sind Vorname, Nachname und Email-Adresse. Weitere Daten gingen lt. Aussage des Unternehmens nicht verloren. Die Betroffenen und die Landesdatenschutzbehörde sind informiert.
Online Befragung des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg: "Wie sehen und bewerten die Menschen die Arbeit von Datenschutzbeauftragten?" Teilnahme bis 15.06.2011. Der BvD wird die Ergebnisse der Studie heranziehen, um daraus Folgen für die zukünftigte Verbandsarbeit abzuleiten. Im Herbst 2011 werden die Ergebnisse veröffentlicht.
Hacker haben sich Zugriff auf die Sony Dienste Playstation Network und Qriocity samt den dazugehörigen Daten verschafft - Daten von mehr als 75 Millionen Nutzern. Dabei handelt es sich um Namen, Adressen, Login-Daten und - zur Zeit nicht auszuschliessen - Kreditkartendaten. Ist letzteres der Fall so handelt es sich um den größten Finanzdatenskandal aller Zeiten!
Datenleck bei der UNESCO: die Organisation stellt tausende Bewerberprofile im Internet frei zur Verfügung. Sensible personenbezogene Daten von Bewerbern sind für jedermann abrufbar. Die UNESCO war über einen Monat über das Leck informiert. Passiert ist NICHTS.
Da staunten Mitarbeiter des Ordnungsamts Witten nicht schlecht. Eine wilde Müllkippe vor der eigenen Tür beinhaltete Patientendaten einer ortsansässigen Zahnarztprxis. Die Ärztekammer prüft und droht mit berufsrechtlichen Konsequenzen.
Verleihung des Big Brother Awards: Am 01.04.2011 wurden die diesjährigen Big Brother Awards vergeben. Mag der eine oder andere Preisträger aufgrund des Termins den ganzen Vorgang als Aprilscherz betrachtet haben, so wäre es empfehlenswert, sich mit dem Thema Datenschutz zukünftig intensiver zu befassen. Der Preis wird jährlich vom Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoeBuD e. V.) vergeben, dieses Jahr im Rahmen einer gut besuchten Veranstaltung in Bielefeld. Längst hat der Big Brother Award sein Nischendasein aufgegeben und ist in den Blick der Öffentlichkeit gerutscht.
Da staunten die Mitarbeiter des Bad Hersfelder Landratamts nicht schlecht, als sie am 01.02.2011 zur Arbeit erschienen. Kein Internet, keine Emails, kein Drucken. Die Bildschirme der Kfz-Zulassungsstelle blieben schwarz, die Geldautomaten der Sozialkasse out of order. Die Hälfte der Server aus dem Keller geklaut.
Thomas Kranig, Amtsleiter des Bayerischen Landesamts für Datenschutz mit Sitz in Ansbach hat am Montag den Tätigkeitsbericht für die Jahre 2009 und 2010 in München vorgestellt. Bei der Datenschutzbehörde gingen im vergangenen Jahr 3.256 Anfragen und Beschwerden von Bürgern und Unternehmen ein. Das sind 80% mehr als noch fünf Jahre zuvor. Kranig führt dies auf eine deutlich gestiegene Sensibilität für die Sicherung der Privatsphäre bei den Betroffenen zurück.
Laut einem Online-Bericht der österreichen Zeitung "Krone" vergaßen 2010 die Briten über 17.000 USB-Sticks in Kleidung, die sie zur Reinigung abgegeben hatten. Diese Zahl holte eine Umfrage des Datenschutz-Unternehmens Credant Technologies aus der Wäschetrommel.
Auf den Webseiten des bayerischen Landesdatenschutzbeauftragten steht der Tätigkeitsbericht für 2010 zur Verfügung. Darin moniert Thomas Petri das mittlerweile in die Jahre gekommene Landesdatenschutzgesetz. Gerade im Hinblick auf den Umgang mit personenbezogenen Daten im Internet bestünde Aktualisierungsbedarf. Weiterhin betrachtet er die Bündelung der IT-Ressourcen des Freistaats an wenigen zentralisierten Stellen kritisch unter Datenschutzgesichtspunkten. Bei dem Thema Cloud-Computing für Behörden mahnt er Zurückhaltung an.
tagesschau.de, SPIEGEL, taz und zahlreiche weitere Online- und Printmedien bekamen über 60.000 interne Emails der NPD zugespielt. Das ist das größte bislang bekannt gewordene Datenleck dieser Partei. Experten untersuchten die vorliegenden Daten und fanden keine Hinweise auf Manipulationen. Am Wochenende ließ ein Sprecher der Partei im TV noch Gegenteiliges verlautbaren. NaziLeaks
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