Montagmorgen, der Kaffee ist noch heiß. Der Datenschutz Dude scrollt durch die Update-Notizen der Office-Suite.
Dude: Cipher, rat mal, was seit dem letzten Update im Textprogramm steckt.
Cipher: Ein KI-Assistent, der alles zusammenfasst, was er in die Finger kriegt. Und keiner hat gefragt.
Dude: Bingo. Und dann kommt die ISB und will wissen, welcher Grundschutz-Baustein dafür gilt.
Cipher: Keiner. Das Kompendium hat für KI bislang nichts im Angebot.
Genau da setzen wir an. KI ist in Behörden, Kommunen und Unternehmen längst Alltag: als Chatbot, als Übersetzer, eingebettet in Fachanwendungen, Browser und Videokonferenzen. Gleichzeitig ziehen die Pflichten an. Die KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-VO gilt seit Februar 2025, Transparenzpflichten seit August 2026. Weitere Verbote kommen im Dezember 2026, die Regeln für Hochrisiko-Anwendungen im Dezember 2027.
Wer ein ISMS nach IT-Grundschutz betreibt, braucht dafür eine Antwort. Also haben wir eine gebaut.
OPS.bd.1 Einsatz von Künstlicher Intelligenz
Cipher: Wieso OPS und nicht APP? KI ist doch eine Anwendung.
Dude: Weil du sonst für jedes Tool den Baustein neu modellierst. Und dokumentierst dir einen Wolf. OPS kommt einmal auf den Verbund, gesteuert wird je Anwendung über das KI-Register.
Cipher: Klingt nach weniger Liegestuhl-Verlust.
Dude: Smile
Das steckt drin:
- 33 Anforderungen in Basis, Standard und erhöhtem Schutzbedarf
- Ein Baustein für Nutzung und Eigenbetrieb, gekennzeichnet im Titel der Anforderungen
- Erläuterungen direkt bei den Anforderungen, keine separaten Umsetzungshinweise
- Hinweise für öffentliche Stellen, etwa zum Verwaltungsverfahrensrecht, und für Unternehmen, etwa zur Mitbestimmung nach BetrVG
- Kreuzreferenztabelle zu den elementaren Gefährdungen für die Risikoanalyse nach BSI-Standard 200–3
Dude: Und das Freigabeverfahren hat einen Mindestgrundsatz: Nichts geht am Montag live, wenn ISB und DSB erst am Freitagnachmittag davon erfahren.
Cipher: Endlich steht’s mal schwarz auf weiß.
Community Draft heißt: Du bist gefragt
Version 0.3 ist so gut es geht ausgearbeitet und gegen Primärquellen geprüft. Final ist sie trotzdem nicht. Wir wollen wissen, was in der Praxis klemmt: Fehlt eine Anforderung? Passt eine Einstufung nicht? Ist etwas unverständlich? Aber es soll kein Monstrum für tausend Eventualitäten werden 🙂
Cipher: Und bitte kein „KI ist doof“-Feedback. Konkret hilft.
Dude: Konkret und gern mit Kaffee.
Rückmeldungen bitte an info@ask-informationssicherheit.de
Kleingedrucktes, aber kurz
Der Baustein ist eine Hilfestellung der a.s.k. Informationssicherheit, kein offizieller BSI-Baustein. Du darfst ihn kostenfrei nutzen und unverändert weitergeben, auch in der Beratung. Intern darfst du ihn anpassen. Weiterverkaufen darfst du ihn nicht.
Weitere Infos: KI-Baustein OPS.bd.1 auf ask-informationssicherheit.de
Dude: Und jetzt?
Cipher: Runterladen, ins ISMS packen, Feedback schicken. In der Reihenfolge.
Benutzerdefinierter IT-Grundschutz-Baustein zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz nach BSI-Vorlage. 33 Anforderungen in Basis, Standard und erhöht, mit Erläuterungen und Hinweisen für öffentliche Stellen und Unternehmen. Kostenfrei nach Fair-Use-Bedingungen.
Der Baustein OPS.bd.1 unterstützt Informationssicherheits- und Datenschutzbeauftragte dabei, den Einsatz von KI in ein ISMS nach IT-Grundschutz einzubinden. Er wird einmal auf den Informationsverbund modelliert und je Anwendung über ein KI-Register gesteuert. Berücksichtigt sind KI-Verordnung, DSGVO, Verwaltungsverfahrensrecht und Mitbestimmung. Jede Teilanforderung steht in einem eigenen Absatz, was den Import in ISMS-Werkzeuge erleichtert. Kein offizieller Baustein des BSI. Stand: 05.11.2026, Rechtsstand 23.10.2026.
Zuordnung der 33 Anforderungen des KI-Bausteins OPS.bd.1 zu den elementaren Gefährdungen G 0.1 bis G 0.47 des BSI. Grundlage für die Risikoanalyse nach BSI-Standard 200–3, inklusive Zuordnung der spezifischen Gefährdungen des Bausteins.
Die Tabelle zeigt, welchen elementaren Gefährdungen jede Anforderung des KI-Bausteins OPS.bd.1 entgegenwirkt, und zählt per Formel, wie viele Anforderungen auf jede Gefährdung wirken. So werden dünn abgedeckte Gefährdungen in der Risikoanalyse schnell sichtbar. Ein zweites Blatt ordnet die spezifischen Gefährdungen des Bausteins den elementaren Gefährdungen zu. Die Zuordnung ist eine fachliche Einschätzung der a.s.k. Informationssicherheit, keine Vorgabe des BSI.












Hahn IT Services, Schwaig



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