Die EU-Kommission mahnt US-Techkonzerne, die Daten ihrer Mitarbeitenden nach DSGVO zu schützen. Gleichzeitig wechselt ihr eigenes DSA-Durchsetzungsteam intern auf verschwindende Signal-Nachrichten. Weil ihre bisherige Kommunikation – bilateral, vertraulich, definitiv nicht für die Öffentlichkeit gedacht – auf Geheiß des US-Kongresses aus den Systemen von Meta und Co. herausgegeben wurde. Einfach so. Kein Hack. Kein Datenleck. Sondern ganz normaler CLOUD Act. Was das mit dem Teams-Chat Ihres Personalamtsleiters zu tun hat? Mit dem SharePoint-Ordner Ihrer Kämmerei? Mit der strategischen Weichenstellung, die der Geschäftsführer letzte Woche per Outlook besprochen hat? Eine ganze Menge. Denn während der Hausjurist gut schläft und der DSB Daumen hoch macht, schwitzt der ISB – und braucht langsam ein Saunatuch. Teil 5 unserer Reihe zur digitalen Souveränität. Diesmal mit Schrems I, Schrems II – und der Frage, auf welche Nummer wir noch warten.
Finanzminister Füracker behauptet, Bayern nutze Microsoft seit den 60ern / 1960 – blöd nur, dass die Firma da noch gar nicht existierte. Ein Kommentar zur mangelnden Ernsthaftigkeit bei der digitalen Souveränität im Freistaat.
Sicherheit mit Hausmeisterservice: Ein aktueller Fall zeigt, wie Microsoft dem FBI Zugriff auf BitLocker-verschlüsselte Daten ermöglichte. Wir analysieren, warum 'verschlüsselt' nicht automatisch 'sicher' bedeutet, wenn der Schlüssel in der Cloud liegt, und was das für die digitale Souveränität von Unternehmen und Behörden bedeutet.
Microsofts Aussage vor dem französischen Senat, steigende Lizenzkosten und das fragile Versprechen der EU-Cloud: All das zeigt, dass es höchste Zeit ist, IT-Strategien zu überdenken. In diesem Folgebeitrag beleuchten wir, was digitale Souveränität wirklich bedeutet – abseits von Schlagworten und Tool-Namen. Und wir teilen Erfahrungen aus der Praxis, wie Organisationen ihre Unabhängigkeit Schritt für Schritt zurückgewinnen können.
Digitale Souveränität ist mehr als ein Schlagwort: In unserem Erfahrungsbericht zeigen wir, wie und warum wir bei a.s.k. Datenschutz von Microsoft 365 auf eine Open-Source-Lösung mit Nextcloud, Zimbra und Collabora gewechselt sind – inklusive Tipps, Herausforderungen und Lessons Learned. Bei der Gelegenheit konnten wir noch zahlreiche weitere externe Lösungen abbauen. Es hat sich gelohnt, in vielerlei Hinsicht.
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